Public, Private und Hybrid Cloud

Speicherplatz und Rechenleistung stehen im Zeitalter der digitalen Transformation nicht mehr nur in lokalen Servern zur Verfügung. Immer mehr Nutzer, vor allem Unternehmen, nutzen die internetbasierte Bereitstellung als Dienstleistung im Mietmodell. Statt dem stationären Server vor Ort werden die Daten via Internet über den Server des Cloud-Anbieters hochgeladen.

Wie funktioniert Cloud Computing?

Der jeweilige Cloud-Anbieter stellt seine eigenen Server zur Verfügung. Das Speichern von Software, Anwendungen, Ordnern und Dateien erfolgt also über einen externen Dienstleister. Das Anmelden erfolgt üblicherweise mit einer E-Mail-Adresse und einem Passwort des Nutzers. Für das Nutzen dieser Infrastruktur zahlt der Anwender monatlich oder jährlich zu entrichtende Gebühren an den Cloud-Anbieter.

Clouds sind sehr sicher, flexibel und ausgesprochen skalierbar. Für Privatnutzer stehen diese Leistungen sogar kostenlos oder für sehr geringe monatliche Gebühren zur Verfügung. Der wesentliche Vorteil von Cloud-Speichern liegt im einfachen Zugriff auf die Daten, und zwar von überall und jederzeit. Lediglich ein Internetzugang wird benötigt.

Für Unternehmen stehen Public, Private und Hybrid Clouds zur Auswahl

Gerade für Enterprise-Lösungen brauchen Unternehmen eine Auswahl geeigneter Infrastrukturen, da die Anforderungen sehr unterschiedlich sind. Die häufigsten Cloud-Speicher für Business Solutions sind Public, Private und Hybrid Clouds. Ein Überblick:

Public Cloud

Für Public Clouds kommen nur Anwender in Frage, die keine besonderen Ansprüche an den Datenschutz benötigen. Denn die öffentlichen Clouds sind häufig nicht in Deutschland oder Europa angesiedelt. Der Server des Anbieters ist dafür in mehrere separate virtuelle Speicher aufgeteilt. Auch wenn Public Clouds stark wachsen, sollten Unternehmen bei der Auswahl des Anbieters auf Folgendes achten:

  • Europäischer oder Deutscher Anbieter mit Rechenzentrum in der EU oder D
  • Maximale Sicherheit und reibungslose Integration in bestehende Architekturen
  • Hohe Performance

Private Cloud

Auf Private Clouds setzt die Mehrheit der Unternehmen hierzulande. Das mag an den Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz liegen. Die Infrastruktur und die Computing-Dienste stehen nur ausgewählten Nutzern zur Verfügung. Der Zugang erfolgt dabei über das Internet oder über ein privates internes Netzwerk.
Die gebuchten Leistungen werden genau an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst. Das Hosting erfolgt entweder vor Ort beim Unternehmen oder im Rechenzentrum eines Dienstleisters. Die Vorteile sind:

  • Erhöhte Sicherheit
  • Höhere Verfügbarkeit
  • Anpassung an Nutzerbedarf

Hybrid Cloud

Hybrid Clouds kombinieren die Ansätze aus Private und Public Cloud. Während die sensiblen Daten in einer Private Cloud liegen, sind andere auf der Public Cloud gespeichert. Es ist ein Kompromiss aus beiden Cloud-Lösungen, der nach Bedarf durch die vorhandenen Systeme im Unternehmen ergänzt wird. Die Vorzüge dieser Variante:

  • Kostensenkungen
  • Ressourcen der Public Cloud nur bei Bedarf nutzen
  • Sensible Daten werden im Unternehmen verarbeitet

Wo liegen die Gemeinsamkeiten?

Bei allen Cloud-Lösungen wird über das Internet entweder Software, Speicherplatz oder Rechenleistung bereitgestellt. Sie werden über Browser online verwendet und Nutzer erhalten jederzeit online Zugriff auf die in der Cloud bereitgestellten Daten. Jede Cloud lässt sich bei Bedarf flexibel zusammenstellen, erweitern oder verkleinern.
Cloud-Speicher sorgen für eine effizientere Zusammenarbeit von Teams. Bei allen Cloud-Arten handelt es sich um ein zentrales System zum Datenmanagement.

Was sind die Unterschiede? (Einsatzzwecke)

Die Public Cloud ist geeignet, wenn Unternehmensdaten auf mehr als nur einem Rechner zur Verfügung stehen sollen. In Betrieben, in denen Computer, Laptops und Mobilgeräte im Einsatz sind, kann diese Cloud-Lösung den Arbeitsalltag erleichtern. Anwender greifen flexibel und günstig auf standardisierte IT-Ressourcen zu.
Typische Anbieter sind Google Drive oder Dropbox. Wichtig zu beachten ist hierbei aber, dass diese Clouds nur geringe Anforderungen an den Datenschutz stellen. Für hochsensible Daten ist diese Lösung also nicht geeignet.
Die Private Cloud ist im Rahmen von Big Data und Internet der Dinge in ihrer Bedeutung stark gestiegen. Sie nutzt zur Archivierung und Sortierung von Daten eine Software, die die Analyse von großen Datenmengen erlaubt. Damit lassen sich vor allem Workloads, die auf unstrukturierten Daten basieren, flexibel skalieren.
Unternehmen, die ihre Infrastruktur selbst bereitstellen und betreiben, profitieren von der Private Cloud. Allerdings benötigen sie dafür eine teils aufwändige Infrastruktur und auch die Kosten für deren Pflege sollten nicht vernachlässigt werden. Unternehmen mit hochsensiblen Daten oder Behörden und Finanzinstitute sollten auf diese Cloud zurückgreifen.
Für Hybrid Cloud entscheiden sich Unternehmen, die Anwendungen in mehreren Umgebungen ausführen. Sie müssen sicherstellen, dass ihre Systeme effizient zusammenarbeiten. Dafür benötigen sie jedoch eine konsequente Klassifizierung der vorhandenen und verarbeiteten Daten hinsichtlich Datenschutz. Der Vorteil liegt bei der Abdeckung unvorhergesehener Lastspitzen. Auch das flexible Zubuchen von Ressourcen in der Public Cloud gehört zu den Vorzügen.

Abschließendes Fazit

Unternehmen, die sich für eine Cloud interessieren, sollten zunächst überprüfen, welche Anforderungen an die Sicherheit und den Datenschutz vorliegen. Private Clouds sind überaus flexibel und skalierbar, jedoch stehen viele Rechenzentren außerhalb von Europa und sind damit nicht an die strengen EU-Vorgaben gebunden. Private Clouds sind ideal für die Verarbeitung von sensiblen Daten, hier sind aber die Kosten für die Integration zu berücksichtigen. Hybrid Clouds sind flexibler als Private Clouds, benötigen jedoch eine komplexere Infrastruktur, da die sensiblen Teile im Unternehmen verbleiben.
Aufgrund dessen, dass traditionelle Netzwerkstrukturen von neuen und innovativen Bereitstellungsmodellen wie der Cloud verdrängt werden, sollten Unternehmen nicht mehr lange für die Umstellung auf Cloud-Computing warten. Vom heutigen Modell des einfachen Bereitstellens von Anwendungszugängen geht der Trend verstärkt durch die digitale Transformation zu intelligenten, automatisierten und dienstleistungsorientierten Netzwerken.
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